‘Bernhard Thallinger’

  • Autor:
    Bernhard Thallinger
  • YPD-Name:
    jsvries15
  • YPD-Team:
    Haya Tomago
  • Unternehmen:
    Ö3

Mein Ö3 Praktikum

Dienstag, 28. Juli, 2009

Ich arbeite jetzt schon meine dritte Woche hier im Ö3 Studio und habe mich entschlossen, einmal über meine Erfahrungen zu berichten.

Am ersten Tag wurde ich gleich dem ganzen Sender vorgestellt und es war unglaublich interessant die Gesichter hinter den Stimmen, die ich vorher noch nicht kannte, kennen zu lernen. Außerdem wurde ich in das Schnittprogramm von Ö3 eingeführt und durfte allen Leute im Studio über die Schulter schauen. Ich war sofort von der Atmosphäre im Studio angetan, weil mir alle Mitarbeiter jederzeit ihre Hilfe anboten und es sehr angenehm ist, dass ich sofort mit allen per Du war.

Also, ich bin in der Programmgestaltung von Ö3, das ist sozusagen das Kreativzentrum des Senders, wo sowohl die geniale Comedy ihren Sitz hat, als auch jeglich Slogans und Promotions von Ö3 erfunden und ausgearbeitet werden. Die ersten zwei Wochen habe ich tagsüber von 8 bzw. 9 bis 17 Uhr gearbeitet und meine Aufgaben sind sehr vielfältig.  Großteils habe ich die Aufgabe aus Interviews, Liedern etc. passende Teile rauszuschneiden und diese entweder an jemanden zur Weiterverarbeitung weiterzugeben oder selber eine sogenannte Collage zu basteln.   Aber auch Ö3 HörerInnen anzurufen und versuchen ihnen einen guten, für das Radio verwertbaren “Sager” zu entlocken, ist in meinem Aufgabengebiet enthalten. Ich werde auch oft aufgenommen, weil man mir mein junges Alter noch am ehesten anhört, was dazu führte, dass ich schon einige kurze Auftritte im Radio hatte. In der ersten woche war ich außerdem sogenannte Originaltöne sammeln, was bei der damals herrschenden Hitze wirklich anstrengend war, vor allem weil die meisten Leute beim Anblick des Ö3 Mikrofons aus Angst hineingelegt zu werden, schlagartig die Flucht ergreifen. An dieser Stelle ein Dankeschön an Tom Walek ;-) .  Ich habe auch und zahlreichen Sitzungen teilgenommen, wobei ich sagen muss, dass die Sitzungen mit dem Programmgestaltungsteam mit Abstand am lustigsten sind, was bei Leuten wie Tom Walek und Gernot Kulis im Team natürlich wenig verwunderlich ist.

Seit gestern bin ich nun im Ö3 Wecker, das heißt um 3 Uhr 20 aufstehen, um 3 Uhr 40 ins Taxi einsteigen und um 4 Uhr mit der Arbeit beginnen. Gestern habe ich Robert Kratky kennengelernt, der zuvor 3 Wochen auf Urlaub war. Der Wecker ist die stressigste Sendung, weil nach fast jedem Lied eine Moderation folgt, und der Moderator gutes Material braucht, welches manchmal erst 1 Minute bevor es auf Sendung geht, fertig geschnitten bzw. ausgearbeitet ist. Es ist wirklich unglaublich wie schnell die erfahrenen Leute bei Ö3 aus einem 3 Minuten Gespräch das beste hinausschneiden. Meine Aufgaben beim Wecker unterscheiden sich kaum von denen am Nachmittag, allerdings gibt es mehr Zeitdruck, was eine Abwechslung zu der sonst sehr gelassen Arbeitsatmosphäre unter Tags darstellt. Aber dafür freue ich mich jedes mal, wenn ein von mir aufgenommener Hörer oder etwas von mir Zusammengeschnittenes im Radio zu hören ist. Ich bin auch die restliche Woche noch im Wecker, allerdings weiß ich noch nicht was ich nächste Woche machen werde.

Alles in Allem macht mir die Arbeit bei ö3 extrem viel Spaß, vor allem die Atmosphäre ist einfach geil. Wenn ich im Durchschnitt so viel lachen würde wie ich es die letzten 2 ein halb wochen getan habe, würde sich meine Lebensdauer sicher drastisch erhöhen.